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Heute (besser gesagt gestern, da ich den Post erst einen Tag nach Verfassen hochladen werde können) begann in etwa 24 Stunden nach der Abreise aus dem Wellnessurlaub in Kaprun (dazu ein Bericht später) mein Trip nach Nis in Südserbien.
Entstanden ist der Trip ja wie schon einmal erwähnt aus einer Mischung aus Reiselust und den unglaublich günstigen Flugtickets von Bratislava mit Ryanair, denn ich habe pro Strecke nur 5€ bezahlt und mir im Gegensatz zur Zugreise – selbst mit Einberechnung der Wege zum Flughafen – gut 10 Stunden pro Richtung gespart.
Da greift auch ein ansich ökologischer und zugfreundlicher Mensch wie ich mit viel Bauchweh zur zeit- und finanzökonomisch günstigeren Variante, oft doch sehr scheiße dieser Kapitalismus.

Los ging meine Reise um 11:16 Uhr vom Wiener Hauptbahnhof bzw. etwas früher da ich noch etwas Proviant für die Reise und ein Gastgeschenk für meinen Couchsurfing-Host kaufen wollte sowie etwas Euro schon in Österreich in Serbische Dinar umwechseln lassen wollte, denn Serbien ist ja weder Teil der EU noch nutzt es den Euro was mich in der Reiseplanung irgendwie verwunderte. (Vergisst man gleich mal!)

Aus dem Geldwechseln wurde nichts, da die Bankfiliale am Hauptbahnhof keine Währungen wechseln kann was ich pretty lame finde, gerade am Hauptbahnhof einer großen Stadt sollte dies doch möglich sein.

Nichts desto trotz trat ich die Reise nach Bratislava an und musste kurz nach der Wegfahrt feststellen, dass meine Kreditkarte bei Internetzahlungen ab Sofort eine Secure3D-Abfrage braucht die man natürlich einrichten muss, weswegen ich das Ticket über die ÖBB-App nicht kaufen konnte und somit beim Schaffner 2,60€ für die Strecke Marchegg-Bratislava bezahlt habe.

Nach der Ankunft gings direkt zum Busstop vorm Bahnhof wo mir der Flughafenbus vor der Nase wegfuhr und ich 20 Minuten auf den Nächsten warten musste was sich dann am Flughafen schon als grenzwertige Verspätung herausstellte. Denn am Flughafen Bratislava angekommen bin ich direkt zur Sicherheitskontrolle und von dort direkt zum Gate und war pünktlich bis leicht zu spät da. Noch ein Bus später wäre vermutlich schon zu spät gewesen, Glück gehabt! Für das 2-Zonen-Busticket musste ich 0,90€ bezahlen.

Während des Fluges konnte ich genau eine Folge The Man in the high Castle schauen bevor wir in den Landeanflug auf die drittgrößte Stadt Serbiens gingen. Nach dem klassisch komischen Applaus der anderen Passagiere wurde ich Zeuge des mir kleinsten bekanntesten Verkehrsflughafens. Der Flughafen Nis ist größenmäßig deutlich kleiner als manche Flugplätze die ich kenne und ähnlich groß wie unser Tennisvereinsheim in Winklarn. Aber hey, lang bleib ich ja nicht denn der Bus 31A(?) hat schon gewartet und ich hab ihn mit Klopfen an der Tür gerade noch vor der Losfahrt erreicht, super!

Die Bustickets kauft man in Nis nicht bei Automaten sondern bei eigenen Personen (mit grünen Westen) die im Bus herumgehen was nicht gerade für die reiche Entlohnung der Leute in Serbien spricht! Leider kann man diese Leute nicht mit Euro bezahlen und nachdem ich der Dame irgendwann verständlich machen konnte, dass ich keine Dinar bei mir hätte – weil mit Englisch ist dort nicht immer so gut – meinte sie nur, dass sie nichts machen könnte und falls ein Kontrolleur komme, müsse ich schauen was ich mache. Allerdings hatte eine sehr zuvorkommende ältere Dame mein Problem mitbekommen und bezahlte mein Busticket einfach für mich, wollte aber keine Euro von mir annehmen. Echt toll, trotzdem was dazugelernt!

In der Nähe des Stadtzentrums – eine Station nach der beim ehem. KZ – verließ ich den Bus und ging der Straße entlang bis zur Brücke über den Fluss und danach den Fluss entlang zum König Milan-Platz wo ich meinen Host Milan traf. Milan bzw. seine Wohnung ist mir sozusagen in die Hände gefallen da ich die Suche über Couchsurfing schon aufgegeben hatte, er sich aber bei mir meldete. Anfangs sehr weird, da er keinerlei Bewertungen hatte traute ich mich doch mir ihn und die Wohnung zumindest einmal anzusehen und ggf. doch ein Hostel zu nehmen und ich wurde positiv überrascht. Die Wohnung hier ist zwar sehr rudimentär, aber ich bin nicht so lange hier und es ist umsonst. Der einzige Wehrmutstropfen: Kein WLAN 🙁

Nach meiner Ankunft ging ich zu McDonalds, da ich mir dort sicher war ein eben solches zu finden um zu melden, dass ich gut angekommen bin und nicht gekidnappt wurde! Nach Geld wechseln und etwas Einkauf zum Frühstück traf ich mich am Abend mit Pramod – ein reisender Inder der derzeit in Kaiserslautern seinen Master macht – und Alexander – der in Nis studiert und Pramod über 2 Ecken kennt. Wir gingen gemeinsam etwas Trinken und Essen, hatten einen coolen Abend und haben natürlich viel über Reisen und unsere Heimatländer gesprochen. Pramod habe ich über Couchsurfing gefunden, da er – wie ich auch – einen public Trip eingetragen hat, sodass andere Couchsurfer sehen, dass er in dieser Zeit in der Stadt ist, kann ich also nur empfehlen! 🙂 Für morgen haben sie mich eingeladen etwas mit ihnen die Stadt zu erkunden, dazu aber später mehr 🙂

Hier gehts zum 2.Teil meines Reisetagebuchs und hier findest du die Zusammenfassung und Kosten meiner Reise.

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